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Modellbau

Meine Geschichte

Der Modellbau ist mittlerweile zu meinen größten Hobby im Leben geworden. Doch wie kam es dazu? Das möchte hier mal aufzeigen.

Begonnen habe ich mit dem Modellbau, in der zweiten Jahreshälfte 1992. Ich ging damals in die 2.Klasse und mein Kumpel wollte mich an dieses Hobby heranführen. Meine Wahl fiel auf einen Revell F-104 Starfighter im Maßstab 1/72. Zu Hause gab es dafür erst mal mächtig Ärger weil das Modell doch teurer war als abgesprochen und man brauchte ja schließlich auch noch Klebstoff. Gerade meine Eltern waren sehr kritisch mit dem Thema Modellbau. Ich baute das Flugzeug in unseren Gartenhaus zusammen, wegen dem, doch etwas übel riechenden Revellkleber. Am Fahrwerk scheiterte es dann. Aus lauter Frust füllte ich den Fahrwerksschacht voll mit Kleber in der Hoffnung, dass das Fahrwerk dadurch halten würde. Lackiert wurde das Modell natürlich nicht. Decals rauf und fertig! Klar, ich war etwas stolz, es machte mir schon Spaß, aber es war noch nicht das wahre, klar ich war schließlich erst 8 Jahre alt.

Das zweite Modell war dann schon ein Bausatz in 1/144, die Fiktive F-19. Dieses Modell baute ich bei meinen Kumpel zusammen, dieses Mal klappte es mit dem Fahrwerk schon etwas besser. In der Folgezeit kamen dann immer mehr Modelle, vorwiegend im Maßstab 1/72. F-16, F-14 Tomcat, Jäger90 (hieß der damals schon Eurofighter?) Phantom. Das Prinzip war immer gleich, schnell zusammenbauen und fertig werden. Zu Weihnachten, das Jahr ist mir unbekannt, gab es damals einen Ferrari 288 GTO in 1/24, auch dieser war sehr schnell fertig, mein Vater äußerte damals schon des Öfteren seine Kritik über meine Bauweise, Geldverschwendung usw. naja, aber man lässt sich in dem Alter eh nie was von den Eltern sagen.

Mit einen Benetton Ford B194 kam dann mein erstes Modell, was Farbe bekommen sollte, der Bausatz war für meine damaligen Verhältnisse sehr teuer, 40DM und noch Farbe, aber es sollte halt mein erstes lackiertes Modell werden. Die Wahl der Fahrer bei dem Modell war zwischen M.Schumacher und J.Verstappen, da ich Schumacher schon damals nicht leiden konnte, wurde es der Dienstwagen des Holländers. Der Spritzling war Grün, die Nase musste in Hellblau lackiert werden. Ich weiß noch, wie ich immer wieder vorsichtig die Farbe berührte, ich konnte es nicht abwarten. Dies war mein erstes Modell was nicht innerhalb der ersten 24 Stunden fertig wurde. Später folgten noch Schiffe wie die USS Enterprise, Hubschrauber (wo der Rotor nie halten wollte) und Figuren, mit meinen Eltern baute ich dann eine kleine Dioramenplatte, welche ich noch besitze. Mein Vater baute aus eine kleine Brücke dafür, ich stellte immer wieder die Figuren auf, das machte mir damals richtig Spaß. Dann wurde es etwas weniger. Alte Modelle wurden nachlackiert oder auch Matchbox Autos umlackiert.

Es folgte eine kleine Pause, wann und wie lange weiß ich nicht mehr. Den ganzen Lackierkram schmissen meine Eltern aber nie weg. Nach dem mein Zimmer renoviert wurde, dachte ich mir, man müsste jetzt mal ein Modell bauen, für den Fernseher. Die Wahl fiel auf die A-10 die ich dann auch, für meine Verhältnisse, recht gut baute. Nach und nach, gab ich mir immer mehr Mühe und ließ mir auch immer mehr Zeit für meine Modelle. Irgendwann baute ich einen Westland Lynx, die Rotoren erhielten noch Tesa Unterstützung aber das ganze wurde mitlackiert um es zu vertuschen. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, was dann geschah. Ich ging mit diesen Modell zu meinen Vater, der gerade am Unkraut jäten war und zeigte es ihm, ich habe nichts erwartet aber mein Vater sagte folgenden Satz zu mir „Der sieht doch toll aus, wenn du alle Modelle so bauen würdest, würde sich das endlich auch mal lohnen“. Klar, da hatte ich mich drüber gefreut endlich hatte ich meinen Vater, meinen größten Kritiker überzeugt dass ich es konnte, erst später wurde mir bewusst, dass dieser Satz einer Gründe war, warum ich dann so hartnäckig am Ball blieb.

Die Zeit verging, ich baute immer mehr Modelle und lackierte diese auch richtig, mit meinen Vater im Rücken der mich bei den Sockeln tatkräftig unterstützte. Ich wagte mich an immer größere Modelle, mein erster 5er (höchste Revell Schwierigkeitsstufe) war dann eine B-52 in 1/72. Dieses riesige Modell hatte die Ausmaße 70x80cm wurde von mir Komplett mit Pinsel lackiert. Es sah gar nicht mal so schlecht aus, ich war richtig stolz drauf! Es hängt bis heute noch in meinen Arbeitszimmer.

Dann kamen hin und wieder mal Schiffe, ich baute nach und nach zum Ende des Jahres immer was großes. Als ich eines Tages mal bei Freunden in Hamburg war, bekam ich von meinen Kumpel eine Airbrush Pistole geschenkt, mit der Bedingung, sein Angefangenes Modell, einen Truck in 1/25 fertig zu bauen. Was ich dann auch tat, das Modell kam gut an. Eine Zeitlang baute ich dann fast nur Panzer in 1/72, dann aber entwickelte ich immer mehr Interesse an Zivilflugzeugen. Welche aber nie bauen wollte, da es ohne Airbrush keinen Sinn machen würde. Nun hatte ich eine Airbrush und ich wagte mich an die ersten zivilen Modelle, angeführt von einer Boeing 737-800 der Air Berlin. Von Mal zu Mal sahen diese dann besser aus, mit der Ausbildung hatte ich dann auch mehr Möglichkeiten mir besseres Equipment anzuschaffen. Und so folgte 2002 der erste kleine Kompressor, anfangs hatte ich noch mit einen sehr lauten Baumarktkompressor in der Garage lackiert, sowie eine richtige Airbrush Pistole, die ich bis heute nutze.

Mein Vater in seiner Funktion als Haustischler sorgte dann auch für eine Absauganlage und so konnte ich in meinen Zimmer ohne Bedenken sprühen. Mit der Zeit des Internets und das Revellforums nahm ich dann auch Kontakt zu anderen Bastlern auf. Als dann daraus ein anderes Forum entstand hatte ich eine neue Möglichkeit zu lernen und mich mit anderen auszutauschen. Im Sommer 2006 dann im Chat wurde mein Kumpel Felix zu einer Modellbausstellung nach Regensburg eingeladen. Aus Trotz, beschwerte ich mich dann, dass es sowas ja im Norddeutschen Raum nicht geben würde, kurzerhand wurde auch ich von Nancy eingeladen.

Ich Überlegte lange, ob ich es machen sollte, Regensburg ist ein weiter Weg und ich war mir nicht sicher ob meine Modelle so in der breiten Öffentlichkeit Akzeptiert würden. Aber ich fasste mir ein Herz und fuhr zu dieser Ausstellung der IGPM Regensburg. Auch wenn meine Modelle nicht die besten waren, lernte ich dort viele neue Freunde kennen, vor allem Bruno, mit dem es auf folgenden Ausstellungen noch viel Spaß geben sollte. Ich hatte auf jeden Fall Blut geleckt. Die zweite Ausstellung folgte dann in Oberschleißheim. Dort bekam ich eine Einladung zur der Euro Modell 2007 in Ried (Österreich). Mit Bruno machte ich einen Deal nach dem Motto „Wenn du fährst, fahr ich auch“ und so hatte ich dann im Oktober 2007 meine erste Auslandsausstellung.

In der Zeit wurde die Modelle immer besser und ich war viel unterwegs. Bedingt durch die Tatsache, dass ich mich auf dem Maßstab 1/144 verschrieben habe, bin ich doch in der Ausstellungswelt immer wieder ein Exot und gern gesehener Gast, aufgrund meiner Farbenfrohen Modelle. Gerade in dieser Szene machte ich mir dadurch auch viele Freunde und bin nun Jährlich auf  9-11 Ausstellungen in ganz Deutschland, Österreich, Dänemark oder sogar Schweden zu sehen. Es macht mir viel Spaß, kreuz und quer durch das Land zu fahren und die verschiedenen Ausstellungen zu besuchen. Erstaunten Besuchern Rede und Antwort zu stehen. Gerade, da ich auch immer versuche, mir seltene, Unbekannte Modell herauszusuchen, die nicht praktisch keiner kennt. Dank des Internets kann ich auch meine Modelle in vielen Foren, nicht nur Deutschsprachige, zeigen und erlangte auch einen gewissen Bekanntheitsgrad. Ich weiß es klingt etwas arrogant, aber auf Ausstellungen kennen einige Besucher meine Modelle bereits aus dem Internet, was mich natürlich auch stolz macht. Mittlerweile stehe ich sogar mit einen Decal- und Bausatzherstellern in Kontakt, welche meine Arbeiten auch anerkennen, was mich umso mehr motiviert.

Im der Zusammenfassung kann ich sagen, dass ich bei diesen Hobby, trotz der anfänglichen Bedenken am Ball geblieben bin und stolz bin, dass ich es soweit gebracht habe. Ich habe, durch diese Hobby, viele Freunde kennengelernt und dass, über die Grenzen diese Landes hinaus. Daher werde ich auch Zukunft versuchen, dieses Hobby anderen zu zeigen und nah zu bringen.